Informationen für Pflegebedürftige

Hilfe finden

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen Unrecht getan und aggressiv oder auch gewalttätig begegnet wird, nehmen Sie die Situation nicht einfach hin! Manchmal kann es auch hilfreich sein, die Person direkt anzusprechen, von der Sie sich unrecht behandelt fühlen. Denn oftmals entstehen Missverständnisse aufgrund von fehlender Kommunikation und nicht in allen Fällen steckt eine negative Absicht hinter bestimmten Handlungen.

 

Ist dies nicht möglich oder hilfreich, sollten Sie eine andere Person um Hilfe und Unterstützung bitten, um problematische Situationen zu klären und zukünftig auch vermeiden zu können.

 

Hier finden Sie eine Auswahl von Anlaufstellen, an die Sie sich wenden können und die Ihnen unterstützend zur Seite stehen:

Ihr behandelnder Arzt bzw. Ihre behandelnde Ärztin:

Ärztinnen und Ärzte können Verletzungen behandeln und Sie zum weiteren Vorgehen beraten. Zudem unterliegen sie der ärztlichen Schweigepflicht. Das bedeutet, dass sie  gegen Ihren Willen auch keine weiteren Schritte einleiten dürfen!

Notruftelefone:

Manchmal kann es hilfreich sein, mit gänzlich unbeteiligten Personen über belastende Situationen zu sprechen. Dafür können Sie bei speziellen Not- und Krisentelefonen anrufen. Dort sind Expertinnen und Experten, die Erfahrungen mit ähnlichen Situationen haben und Ihnen zuhören und helfen können  Hier finden Sie eine Übersicht über Krisen- und Hilfstelefone zum Thema Gewalt und Aggression in der Pflege.

Pflegestützpunkte und COMPASS Private Pflegeberatung:

Sie und Ihre Angehörigen können eine unabhängige und kostenlose Pflegebratung in Anspruch nehmen. Dort kann Ihnen auch bei der Lösung problematischer Pflegesituationen geholfen werden. In der Datenbank des ZQP finden Sie die Kontaktdaten zum nächstgelegenen Pflegestützpunkt sowie der COMPASS Private Pflegeberatung für privat Versicherte.

Polizei:

Es gibt Situationen, in denen Sie die Polizei einschalten sollten: wenn es z.B. zu körperlichen Übergriffen und Verletzungen gekommen ist oder bei Erpressung oder wiederholter Androhung von Gewalt. Die Notrufnummer für sofortige Hilfe in ganz Deutschland ist die Nummer 112. Hier erreichen Sie rund um die Uhr Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst.

Rechtsmedizinische Ambulanzen:

Bei schweren Fällen kann es wichtig sein, die Folgen einer Gewalttat gerichtsfest zu dokumentieren. Dies kann später zur Aufklärung und Ahndung von Gewalthandlungen beitragen. Rechtsmedizinische Ambulanzen bieten hierzu Beratung und Unterstützung an. Die Homepage der Fachgesellschaft bietet einen Überblich über die bundesweiten Rechtsmedizinischen Institute.

Beschwerdestelle für alte Menschen und Altenpflege:

Beschwerdestellen für ältere Menschen und Altenpflege sind in Städten, Kommunen oder bei Einrichtungsträgern angesiedelt. Sie bieten kostenlosen Rat und Unterstützung in Einzelfällen und vertreten vor allem die Interessen pflegebedürftiger, alter Menschen und ihrer Angehörigen gegenüber stationären Einrichtungen und ambulanten Pflegediensten. Eine Übersicht zu Beschwerdestellen für Altenpflege finden Sie hier.

Zurück